Basilikum säen: So gelingt der Genuss aus dem eigenen Garten

Basilikum bringt mediterrane Frische in jede Küche. Ob zu Pasta, Salat oder Tomaten-Mozzarella – sein unverwechselbarer Duft gehört einfach zum Sommer. Doch statt die kleinen Töpfe immer wieder im Supermarkt zu kaufen, lässt sich Basilikum ganz leicht selbst aussäen. Mit der richtigen Erde, etwas Wärme und Geduld gedeiht das Kraut prächtig – auf der Fensterbank, im Hochbeet oder im Gartenbeet.

Warum Basilikum selbst säen?

Basilikum ist eine der beliebtesten Kräuterarten in der Küche. Es verleiht zahlreichen Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack und ist leicht anzubauen. Frisches Basilikum aus eigener Aussaat schmeckt intensiver und ist zugleich nachhaltiger als gekaufte Ware. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Frisches Aroma: Selbst gezogene Pflanzen entwickeln kräftigere Aromen und feinere Blätter.
  • Natürlich & schadstofffrei: Beim eigenen Anbau bestimmen Sie selbst, was in die Erde kommt – ohne Pestizide oder Zusatzstoffe.
  • Günstig & vielseitig: Eine kleine Portion Saatgut reicht für viele Pflanzen. So sparen Sie Geld und können mehrere Sorten ausprobieren.
  • Abwechslungsreich: Vom klassischen „Genovese“ über „Mrs. Burns Lemon“ bis zu violettem „Purple Basil“ – jede Sorte bringt ihren eigenen Geschmack.
  • Freude am Gärtnern: Das Ziehen von Basilikum macht Spaß, fördert Geduld und bringt ein Stück Natur in den Alltag.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Säen?

Basilikum liebt Wärme und Sonne – deshalb sollte es nicht zu früh ausgesät werden. Im Haus oder Gewächshaus gelingt die Anzucht ganzjährig, im Freien ist der ideale Zeitpunkt ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr drohen. Für die frühe Anzucht genügt ein heller Platz auf der Fensterbank oder im Mini-Gewächshaus – so gedeihen die Jungpflanzen, bis sie später ins Beet oder in Kübel umziehen.

Welche Samen und Erde sind geeignet?

Im Handel finden sich zahlreiche Basilikumsorten – von süßlich-aromatisch bis zitronig oder leicht scharf. Wählen Sie Sorten nach Geschmack und Verwendung. Für die Aussaat empfiehlt sich Anzuchterde oder lockere Kräutererde, eventuell mit etwas Sand gemischt. Diese sorgt für gute Belüftung und verhindert Staunässe – ein wichtiger Punkt, da Basilikum empfindlich auf „nasse Füße“ reagiert.

Schritt für Schritt: Basilikum richtig säen

  1. Erde vorbereiten: Füllen Sie Töpfe oder Saatschalen mit leicht feuchter Anzuchterde.
  2. Samen ausstreuen: Basilikum ist ein Lichtkeimer – die feinen Samen nur aufstreuen und leicht andrücken, aber nicht mit Erde bedecken.
  3. Feuchtigkeit halten: Mit einer Sprühflasche vorsichtig befeuchten und die Gefäße mit Folie oder einer Haube abdecken.
  4. Warm stellen: Optimal sind 20–25 °C an einem hellen, windgeschützten Ort.
  5. Pikieren: Nach 10–14 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. Sobald sie etwa 2–3 cm hoch sind, werden sie vorsichtig vereinzelt (pikiert) und in kleine Töpfe gesetzt.
  6. Auspflanzen: Ab Mitte Mai dürfen kräftige Jungpflanzen nach draußen – an einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort mit humosem, lockerem Boden.

Pflegetipps für kräftiges Wachstum

  • Gießen: Basilikum mag es feucht, aber nicht nass. Gießen Sie am besten morgens direkt an die Wurzeln und vermeiden Sie stehendes Wasser im Topf.
  • Düngen: Während der Wachstumsphase alle zwei bis drei Wochen mit einem milden Kräuterdünger versorgen.
  • Ernten: Schneiden Sie regelmäßig die Triebspitzen ab – das regt die Pflanze zum buschigen Wachstum an. Nie zu tief schneiden, damit sie weiter austreiben kann.
  • Standort: Sonnig, warm und geschützt. Bei zu viel Nässe droht Wurzelfäule, bei zu wenig Sonne wird das Aroma schwächer.

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Veröffentlicht am: 22. April 2025

Über die Redaktion

Die Redaktion des Garten-Onlinemagazins beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Gartenarbeit, Pflanzenpflege und naturnahem Gärtnern. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der verständlichen Vermittlung von Wissen rund um nachhaltige Gartenpraxis, saisonale Bepflanzung und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Beiträge entstehen auf Basis praktischer Erfahrung, fachlicher Recherche und redaktioneller Aufbereitung. Ob Nutzgarten, Zierpflanzen oder Kompostpflege – Ziel ist es, gärtnerische Themen alltagstauglich, nachvollziehbar und mit Blick auf das Wesentliche darzustellen.

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